11. Juni 2012 LEBENSLINIEN im Bayerischen Fernsehen um 20.15 Uhr
52 Jahre Leben erzählt in 42 Minuten. Ein Kunststück!
Zu bewundern unter dem Titel:
Leben ist Lieben
Ein Film von Reinhard Kungel
Redaktion: Christiane v. Hahn
Wolfgang ist ein witziger Entertainer. Dabei wurde er als Kind von einer Pflegefamilie zur anderen gereicht. Jahre hat er gebraucht, um mit der Angst vor dem Verlassenwerden umzugehen.
„Ich wurde herumgereicht wie ein Stück Brot“ – wenn der Kulturmanager, Poet und Musiker Wolfgang Ramadan über seine Kindheit redet, bleibt einem die Luft weg:
Die ersten Lebensjahre verbringt er bei sechs verschiedenen Ziehmüttern. Und als ihn seine leibliche Mutter endlich zu sich nach Hause holt, bekommt er vom Stiefvater regelmäßig Schläge. Wolfgang flüchtet sich in Traumwelten und verbringt viel Zeit in der Sporthalle. Als Leichtathlet und Handballer bekommt er endlich das, was er so lange vermisst hat: Anerkennung. Mit 15 Jahren zieht er von zuhause aus. Er will Musiker werden, kündigt seine Anstellung als Einzelhandelskaufmann und tingelt um die Welt. Wolfgang ist aufgeschlossen, hat viele Freunde, lebt sein Leben in vollen Zügen. Doch dann reißt das Ende einer Liebesbeziehung alte Wunden auf: Von einem geliebten Menschen verlassen zu werden, ist für Wolfgang das schlimmste aller denkbaren Szenarien. Als er nicht mehr weiter weiß, lädt ihn ein indischer Arzt zu sich ein. Insgesamt fünf Jahre verbringt Wolfgang in Indien. In dieser Zeit wird er ein anderer Mensch: Meditation und Gesang, Literatur und das Schreiben von Gedichten helfen ihm, die Wunden seiner Kindheit zu heilen: „Mir war plötzlich klar: Leben ist Lieben und Lieben ist Geben und Geben ist Leben“. Und damit beginnt das zweite Leben des Wolfgang Ramadan. Schritt für Schritt geht es aufwärts, und am Ende findet er sogar seine große Liebe.

7.7.2012 URAUFFÜHRUNG: Pension Nirvana - die bairische Kunst vom glücklichen Leben
Himmlische Stationen-Komödie für Gehende, Gebliebene und Kommende. LehrGang zum Thema: Glückliches Leben, sinnvoller Tod und wie´s dann so weitergeht. GehDankenGang von Wolfgang Ramadan.
INHALT: Manne Rembremerdeng kann sein Glück nicht fassen. Schließlich darf er jeden Abend nach der Arbeit im Biergarten der "Pension Nirvana" musizieren.
"Mir geht's so gut, im Nirvana do
Besser konns nimmer wern
Zünftig is im Nirvana scho
So glücklich dad i gern sterm..."
singt er noch, ehe er sich zu Tode lacht. Der Boandlkramer ist gleich zur Stelle, um ihn mitzunehmen zum Himmelsvater. Doch da kommt Ihm der indische Boandlkramer dazwischen, denn für´s Nirwana ist schließlich er zuständig. Der Inder... "Feinsinnig" beginnen die beiden zu disputieren. Handfest einigt man sich darauf, dass der Manne selber entscheiden soll, wohin er geht: Ins Paradies oder ins Nirwana. Eines von beiden hat er sich verdient, immerhin er hat seiner Lebtag lang gewusst: "Die Paradiesische Staatsangehörigkeit wird nur dem Fröhlichen erteilt"! Deshalb begibt er sich frohgemut ins Jenseits um festzustellen welcher Olymp für Ihn der Richtige ist: Nirvana, Paradies oder Himmelreich? Mit dem indischen und dem bairschen Boandlkramer als Reiseführer, begleiten wir den Manne durch den Garten Eden und betreten die Insel der Seligen. Weitere Stationen: Schlaraffenland, höllisches Fegefeuer und ewige Jagdgründe. Der Blomberg-Sessellift lässt uns die Himmelsleitern er-fahren! Bergauf und wieder runter... Aber eines ist vorher schon gewiss: Das Leben ist die Aufnahmeprüfung fürs Paradies.



